20.09.2026 – „E!GENART“: „die kurve“ zeigt Werke in der Alten Cuesterey

20.09.2026 – „E!GENART“: „die kurve“ zeigt Werke in der Alten Cuesterey

Schlag auf schlag geht es in diesem Jahr mit den Ausstellungen in der Alten Cuesterey. Die Borscheid-Bilder (Malerei und Fotografie) sind noch bis Sonntag, 13. September, zu sehen, da steht die nächste Ausstellung schon auf dem Programm.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1990 stellen die Mitglieder der Borbecker Kultur-Gruppe „die kurve“ ihre künstlerische Vielseitigkeit unter Beweis. In wechselnden Besetzungen haben sie Werke verschiedener Kunststile in der Alten Cuesterey und auf dem Steenkamp Hof präsentiert. Mit der aktuellen Ausstellung „E!GENART“ kehren die neun Künstlerinnen und Künstler in die Alte Cuesterey zurück und gewähren einen abwechslungsreichen Einblick in ihr kreatives Wirken.

Eröffnet wird E!GENART am Sonntag, 20. September 2026, 15 Uhr in der Alten Cuesterey, Weidkamp 10. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 4. Oktober

Dabei ist „die kurve“ in diesem Jahr auch wieder eine feste Größe der Kunstspur, die am 26. und 27. September durch den Essener Norden führt und zu einem Streifzug durch Ateliers, Werkstätten und Kulturstandorte einlädt. Dort bietet sich dann auch die Gelegenheit, mit den Kunstschaffenden ins Gespräch zu kommen.

Ausstellende sind:

Theo Ardelmann
zeigt seine Acrylbilder, fing zu seiner Berufszeit als Lokführer in den Pausen das Zeichnen an und hat sich mit Papier und Bleistift auf das realistische Darstellen von Natur und Umwelt konzentriert. Später, in der Ateliergalerie „Raum für Kunst“ eignete er sich das bildlich Darstellende mit Aquarell und Acrylfarben auf Leinwand an und entwickelte sich so weiter. Seine inzwischen psychologisch, in die Tiefe gehenden Arbeiten drücken Lebensweisheiten im existenziellen Raum aus. Die sphärisch anmutenden Kunstwerke sind von bildlicher und symbolischer Harmonie geprägt. Seit 10 Jahren ist er Mitglied der „kurve“ und geschätzt durch innovative Ideen.
Elisa Blumensaat
hat sich von Kindheitstagen an mit Kunst beschäftigt. Seit 2006 ist sie Mitglied der „kurve“. Schwerpunktmäßig arbeitet sie mit Stoff, Papier, Fotos und vielen anderen Materialien, verarbeitet diese als Collagen. So entstehen Patchworkartikel und Leinwände mit Texten (ebenso eigenen) und Buchstabenfragmenten. In Kunstkreisen ist sie auch bekannt als „Die Frau der Buchstaben“, war Preisträgerin bei vielen Fotowettbewerben u.a. zur Kulturhauptstadt 2010 „Schmückt Essen mit dem blauen Band“. Sie absolvierte unzählige Einzel- und Gruppenausstellungen. Von 2010-2017 war sie Inhaberin der Ateliergalerie „Raum für Kunst“ in Dellwig.
Helga Griesbacher
gehört seit den Anfängen der „kurve“ dazu und hat erfolgreich an 150 Gruppen- sowie Einzelausstellungen teilgenommen. Bekannt über die Stadtgrenzen hinaus malt sie Aquarelle und fertigt Monotypien an und kreiert Werke mit verschiedenen Mischtechniken. Sie arbeitet auch mit Holzbeize oder Glasfeder. Ihre Arbeiten werden grundsätzlich lokal hergestellt. Ob Industriekulisse oder Teneriffa vor Ort und aus dem Flugzeug, ihre Werke bleiben immer authentisch.
Jürgen der Dichter
In seine Werke kann man sich vertiefen. Die sakrale Gestaltung mit Papier und verschiedenen Farbtechniken ist bewusst angestrebt und die Wesensverwandtschaft zu Chagall ist hier gegeben. Auch das Fertigen von Plastiken gehört zu seinem Repertoire. Mit Bedacht und Überlegung gestaltet er sein Œuvre, so auch seine Dichtungen, Heikus und Aphorismen, die teils humoristisch lyrisch, teils ernsthaft, stimmungsvoll und in Reimform gehalten sind. Jürgen gehört zu den Anfangsmitgliedern der Kurve und hat an zahlreichen Ausstellungen teilgenommen, unzählige Lesungen gehalten. Er ist Preisträger beim Poetry-Slam-Kontest in Essen 2019.
Heribert Kröll
gehört zu den neueren Mitgliedern der „kurve“. Er initiiert die neue Kreativität in der Gruppe mit seinen Holzarbeiten. Waren es zu Anfang die profaneren, manierlichen Arbeiten, so sind es heute die ausgefalleneren Werkstücke für den dekorativen Gebrauch. Intarsienähnliche Bildnisse vervollständigen das Œuvre im Wechsel mit Gebrauchskunst. Um die Weihnachtszeit ergänzt er seine Holzarbeiten mit Weihnachts- und Wintermotiven.
Wolfgang Marsching
bereichert, als langjähriges Mitglied der Kunstgruppe, die Kunstlandschaft mit seinen unvergleichlichen Farb- und Bleistiftzeichnungen. Seine Kunstform kommt nicht heroisch,
aufdringlich daher, sondern birgt dem Betrachter ein Konglomerat von harmonisch in sich ruhenden Linien. Fast schon mathematisch angleichend setzen sich die Elemente zusammen. Auch stehen seine anmutend zu nennenden Formgebungen bei Ausstellungen immer im Focus des Betrachters.
Peter Schmatolla
gebürtig in Zabrze (damals Klausberg, Polen), der seine Ausbildung als Maler, Lackierer und Plakatmaler absolvierte und 20 Jahre im Handwerk selbstständig war, experimentiert gerne mit Kunststilen und Techniken. Seit 2011 – mit einer kreativen Pause zwischendurch – ist er Mitglied der „kurve“ und seine Betrachtungsweise in der Ausführung seiner Arbeiten, inspiriert den Kunstkonsumenten zu vielfältigen Gedankengängen. Seine Kunstwerke wurden in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland erfolgreich präsentiert.
Susanne Späth
ist eine Allroundkünstlerin in Sachen Dekoration. Als jüngstes Mitglied der „kurve“ ist sie mit ihrem Kunsthandwerk seit einigen Jahren schon auf vielen Basaren und
Handwerksmärkten anzutreffen. Ihre plastischen Bildwerke aus Holz, Naturmaterialien und aus verschiedenen, schmückendem Beiwerk, reichen von Wandbildern über Beleuchtungskörper hin, bis zu zweckdienlich drapierter Dekorationskomposition. Seit 2022 malt sie im Kleinformat mit Kohle und Fineliner, bevorzugt schwarz/weiß.
Heike Vogt
Schmuckdesign ist ihr Metier. Schon seit einiger Zeit als Mitglied der „kurve“, erschafft sie Schmuckstücke und Dekoartikel aus Glas und anderen Materialien. Dekorationen aus Papier geben dabei den Ton an. Die Glasperlenarbeiten zeigen von schlicht bis opulent ein großes Repertoire an kleinen Kunstwerken. Sie ist mit ihren wunderschönen Arbeiten seit einigen Jahren schon auf vielen Ausstellungen, Basaren und Märkten präsent.

Kunst und Religion

Darüber hinaus begleiten zwei Veranstaltungen die bis zum 4. Oktober geöffnete Ausstellung.

Die Multivisions-Schau von Prof. Carla Thompkins mit dem Thema „Kunst und Religion“ beginnt am Donnerstag, 01. Oktober, um 15.00 Uhr in der Cuesterey. Die Gäste werden von Professor Carla Thompkins auf eine Zeitreise mitgenommen von den ersten Kunstphasen der Menschheit bis hin in die heutige Zeit. Die Referentin wird zeigen, wie Kunst in Religion eingebunden ist im Judentum und im Zeitalter der Griechen und Römer. Danach geht es um Kunst im Christentum, im Islam, in der „Neuzeit“ und in der jüngsten Offenbarungsreligion. Carla Thompkins wird auch auf den Bruch hinweisen, als künstlerische Tätigkeit aufhörte, in Religiosität eingebunden zu sein. Musikzitate und Bilder werden die Zusammenhänge verdeutlichen.

Die Referentin Carla Thompkins war schon als Jugendliche eng mit Kunst verbunden. Sie gewann bereits im Alter von 17 Jahren einen bundesdeutschen Kunstwettbewerb. Sie studierte zunächst Kunstgeschichte und Archäologie an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg, wandte sich aber nach dem Studium lebenspraktischen Berufen zu. Im Auftrag der Bundesregierung war sie in vielen Ländern der Welt eingesetzt als Beraterin und organisierte hauptsächlich Kommunikationstraining für Führungskräfte. Der Kunst blieb sie dennoch immer treu, indem sie Künstler förderte und Ausstellungen organisierte.

Am 3. Oktober steht die Lesung eines kurve-Mitglieds auf dem Programm. Ab 15.30 Uhr trägt Jürgen der Dichter seine heiteren und poetischen Texte vor. Der Eintritt in die Alte Cuesterey ist stets frei.

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