Ein Blick zurück – Innovativ: Die Geschwister Bach 1913

Ein Blick zurück – Innovativ: Die Geschwister Bach 1913

Stolz präsentieren sich die Geschwister Bach vor ihrem Geschäft für Kurz-, Weiß-, Woll- und Modewaren anno 1913. Ganz innovativ hatten sie 1912 ihr Geschäft modernisiert, d.h. die Schaufenster deutlich vergrößert. Das kann man im Vergleich zu dem wenig älteren Bild (unten) erkennen. Für die Jüngeren: Unter Kurzwaren versteht man Nähzubehör wir Knöpfe, Nadeln, Garn etc. – unter Weißwaren, das, was damals unbedingt aus weißem, kochfesten Material zu sein hatte: Unterwäsche.

Wenn man etwas genauer hinschaut, glaubt man im rechten Schaufenster die besonders kleidsame Variante eines material- und arbeitssparenden Hemdes zu erkennen: Das Chemisette (Verkleinerungsform des französischen „Chemise“ für Hemd) zu erkennen. Das Chemisette kam ohne Ärmel und Rücken aus und wurde daher auch nicht so leicht schmutzig. Es wurde einfach ins Kleid – oder – bei den die Herren – in die Anzugsweste gesteckt und schon sah man/frau aus wie geleckt.

Auf dem mittleren Bild erkennt man das Bach’sche Geschäft zwischen dem Vereinshaus und dem Kino der Familie Küsters „Lichtspiele“. Die Häuserzeile lag an der Niederstraße, heute würde sie gegenüber dem neuen Markt zu finden sein.

Das dritte Bild zeigt die Umbauarbeiten zum modernen Bach-Haus im Jahre 1912. Viele etwas ältere Borbeckerinnen und Borbecker werden sich noch an das Fachgeschäft erinnern. Bis in die Neunzigerjahre war es an der Ecke Marktstraße/Gerichtsstraße zu finden. Wer weiß es genau?

Die Fotos stammen übrigens aus der von Udo Kühn digitalisierten Dia-Sammlung des KHB.

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