07.11.2026 – Weiße Rosen von den Scholl-Schülern
Gelungene Zusammenarbeit in der Alten Cuesterey
BORBECK. Gerne begrüßt der Kultur-Historische Verein Borbeck Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule in seinen Räumen der Alten Cuesterey. Seit einigen Jahren gibt es eine gute Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum Ruhr e.V. und der Geschwister-Scholl-Realschule.

Am vergangenen Mittwoch (04.11.) trafen sich rund 30 Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs mit ihrem Lehrer und Dr. Joachim Thommes vom Medienzentrum Ruhr in der Alten Cuesterey zu einem vielseitigen, medienbegleiteten Projekttag. Sie lernten Texte zu erarbeiten, konnten Informationen auch aus dem Fundus des Vereins recherchieren.
Thematisch setzten sich die Mädchen und Jungen mit der Judenverfolgung in Nazideutschland auseinander. Kurz vor dem Jahrestag des Novemberpogroms, das ist die Nacht vom 9. auf den 10. November, in der Tausende jüdische Menschen in Deutschland misshandelt, ermordet und ihre Synagogen in Brand gesteckt wurden, arbeiteten die jungen Leute intensiv zu den Biographien derjenigen, an deren Schicksale man hier durch Stolpersteine erinnert. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten Handzettel, die an Passanten verteilt wurden, führten Interviews und filmten das Reinigen der Stolpersteine. In Erinnerung an die Geschwister Hans und Sophie Scholl, die sich im Dritten Reich der studentischen Widerstandsgruppe Weiße Rose anschlossen, legte die Gruppe eine weiße Rose an den Stein. Alle Fotos: mz:R
Zentrale Gedenkveranstaltung
Die Alte Synagoge Essen lädt am Montag, 9. November, zur zentralen Gedenkveranstaltung der Stadt Essen zum Novemberpogrom 1938 ein. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden deutschlandweit über 1.400 Synagogen und Gebetssäle zerstört oder verwüstet. Rund 30.000 Menschen wurden verhaftet, etwa 400 wurden ermordet oder in den Tod getrieben. Mit dem jährlichen Gedenken erinnert die Alte Synagoge an diese Pogromnacht und an das Schicksal der jüdischen Bürgerinnen und Bürger.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen.

